Wasserschloss    Dachsbacher Gemeindebuch    Geschichtliches    Links    Kontakt 

    achsbachisches Gemein-Puch

Das "Dachsbachische Gemein Puch" ist eine Sammlung von Notizen, Gerichtsakten, Urkundenabschriften und geschichtlichen Berichten, die die Dachsbacher Kastner und Bürgermeister über die Jahrhunderte in einem ledergebundenen Folianten niederschrieben. Die ältesten Abschriften gehen zurück auf Urkunden von 1410, das Buch selbst wurde vermutlich 1590 angeschafft und begonnen.

Im Jahre 1690 wurde es restauriert. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde es weiter gefüllt, aber an eine Instandsetzung dachte bis 2010 niemand mehr, bis der damalige Bürgermeister Walter Neudecker das arg angegriffene Buch aus der Versenkung holte. Hans-Peter Knöspel aus Dachsbach nahm sich der Aufgabe an und organisierte die Wiederherstellung des Buches. Heinz Kühlwein aus Neustadt an der Aisch hat die über 200 Seiten des Buches transskribiert, während es von Walter Grötsch aus Iphofen restauriert wurde.

Die Restaurierung wurde unter anderem durch grosszügige Spenden der Dachsbacher Bürger und der lokalen Wirtschaft ermöglicht.

Das Buch wird von der Gemeinde ausgestellt werden, wenn geeignete Räumlichkeiten eingerichtet sind.

Eine eigens erstellte CD mit der Transskription kann bei der Gemeinde Dachsbach gegen Unkostenbeitrag erworben werden und bietet die Möglichkeit, das Gemeindebuch über ein interaktives Inhaltsverzeichnis zu studieren.

So kann man über die Zerstörung Dachsbachs durch die Forchheimer 1634 erfahren, anhand detaillierter Beschreibungen die alten Gemeindegebiete nachvollziehen oder in der Gännß Ordnung nachlesen, wieviele Gänse ein jeder halten durfte oder sich einfach an der Vielzahl schöner Handschriften erfreuen.

Die letzten erhaltenen Einträge des Gemeindebuchs stammen aus den Zwanziger Jahren des 20. Jh., als ein offenbar deutschnational eingestellter Bürgermeister sich über den "Sattlergehilfen Ebert" mokiert und seine Ansichten der Zeiten darstellt. Spätere Eintragungen aus der Zeit des dritten Reiches existierten wahrscheinlich, da nachfolgend einige Seiten aus dem Gemeindebuch herausgetrennt und wohl vernichtet wurden.



Zuletzt aktualisiert am 11.07.2011